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Übersichtskarte:
Indien
"Die Landkarte wurde
freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der University of Texas at
Austin."
Wetter und Klima
in
Delhi
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Klimatabelle |
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Feb |
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Apr |
Mai |
Jun |
Jul |
Aug |
Sep |
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Nov |
Dez |
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min. Temp |
7 |
9 |
14 |
20 |
26 |
28 |
27 |
26 |
24 |
18 |
11 |
8 |
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max. Temp |
21 |
24 |
31 |
36 |
41 |
39 |
36 |
34 |
34 |
34 |
29 |
23 |
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Feuchtigkeit |
57 |
51 |
36 |
27 |
28 |
45 |
67 |
72 |
62 |
44 |
41 |
56 |
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Regentage
Monat |
2 |
2 |
1 |
1 |
2 |
4 |
8 |
8 |
4 |
1 |
0 |
1 |
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: 2005.
Quelle:
Die
Angaben sind eine Zusammenfassung aus verschiedenen Internetseiten und Zeitschriften!
Allgemeines über Indien:
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: 2005!
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भारत गणराज्य
Bhārat Ganarājya
(Hindi)
Republik of India
(engl.)
Republik Indien
Indien (Hindi, भारत, Bhārat, englisch:
India) ist ein Staat in Südasien. Er umfasst den vom Indischen Ozean
umschlossenen indischen Subkontinent, greift aber bis zum Himalaya ins
asiatische Festland aus. Indien grenzt an Pakistan, China, Nepal,
Bhutan, Myanmar und Bangladesch.
Indien ist nach dem Fluss
Indus benannt,
die Bezeichnung leitet sich von dem Sanskrit-Wort sindh her,
was Land am Fluss bedeutet. In Urdu heißt das Land hind, in
Hindi Bharat, was auch der amtliche Name der Republik Indien ist. Als
Hindustan, „Land der Hindus“, bezeichneten die muslimischen Eroberer
den Nordteil Indiens |
| Amtssprachen |
Hindi, Englisch und regionale
Amtssprachen |
| Hauptstadt |
Neu Delhi |
| Staatsform |
Bundesrepublik |
| Präsident |
A. P. J. Abdul Kalam |
| Ministerpräsident |
Manmohan Singh |
| Fläche (Weltrang: 7) |
3.287.590 km² |
| Einwohnerzahl (Weltrang: 2) |
1.080.264.388
1 |
| Bevölkerungsdichte |
319 Einwohner pro km² km² |
| BIP/Einwohner |
543 US-$ (2004) |
| Unabhängigkeit |
15. August 1947 |
| Währung |
Indische Rupie |
| Zeitzone |
UTC + 5:30 = MEZ + 4:30 |
| Nationalhymne |
Jana Gana Mana |
| Kfz-Kennzeichen |
IND |
| Internet-TLD |
.in |
| Vorwahl |
+91 |
Geographie
Der indische Subkontinent liegt zwischen dem
68. und 98. östlichen Längengrad und erstreckt sich etwa vom 8. bis
zum 37. Grad nördlicher Breite. Dieser wird nach Nordosten vom
Himalaya-Gebirge begrenzt woran sechs indische Bundesstaaten Anteil
haben: Jammu und Kashmir, Sikkim, Himachal Pradesh, Uttaranchal, Uttar
Pradesh und Arunachal Pradesh. Der höchste Punkt ist der Berg
Kanchenjunga mit 8.598 m, dieser erhebt sich im äußersten Westen von
Sikkim in unmittelbarer Grenznähe zu Nepal. Der höchste komplett im
Land liegende Berg ist die Nanda Devi mit 7.822 Metern. Der tiefste
Punkt liegt am Indischen Ozean auf Höhe des Meeresspiegels.
Bekannte Flüsse:
- - Indus
- - Ganges
- - Brahmaputra
Die größte Stadt in Indien ist Mumbai. Früher
war sie auch als Bombay bekannt.
|
Geologie
Indien gehörte bis gegen Ende des Jura zum
Südkontinent Gondwana. Erst in der Kreidezeit riss es von der
Antarktis ab und driftete in erdgeschichtlich extrem kurzen 50
Millionen Jahren quer durch den gesamten Tethys-Ozean gegen Eurasien,
wo sein Aufprall gegen Ende der Kreidezeit den Himalaya schuf und
Tibet anhob. |
Bevölkerung
Indien ist - was die Einwohnerzahl betrifft -
nach der Volksrepublik China und vor den USA der zweitgrößte Staat der
Erde. 1947 ging die jahrhundertlange Kolonialherrschaft
Großbritanniens über den indischen Subkontinent zu Ende. Es entstanden
die Staaten Indien mit 340 Millionen Einwohnern und Pakistan mit 70
Millionen Einwohnern. Flüchtlingsströme von mehr als 15 Millionen
Menschen waren die Folge nationalistisch-religiöser Ausschreitungen
und Vertreibungen; mehr als eine Million Menschen starben. 1951 lebten
im damaligen Gesamtstaat Pakistan zirka 13 Prozent Hindus und in
Indien zirka 10 Prozent Muslime. Hindus und Sikhs waren dabei aus dem
damaligen West-Pakistan fast vollständig vertrieben worden, in
Ost-Pakistan (dem heutigen Bangladesch) verblieb andererseits ein
beträchtlicher Bevölkerungsanteil von Hindus. Die folgenden Konflikte
waren somit vorgezeichnet.
Am 11. Mai 2000 überschritt Indiens
Bevölkerungszahl offiziell die Milliardengrenze. Während es von 1920,
damals hatte Indien 250 Millionen Einwohner, 47 Jahre bis zu einer
Verdoppelung der Bevölkerung gedauert hat, waren es von 1967 bis 2000
nur noch 33 Jahre. Das Wachstum der Bevölkerung hat sich in den
letzten Jahrzehnten nur wenig abgeschwächt und liegt im Moment bei 1,5
Prozent pro Jahr. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist relativ
gering und beträgt für Männer 63 Jahre (1971 waren es 44 Jahre) und
für Frauen 64 Jahre (1971 waren es 46 Jahre). In Deutschland sind es
zum Vergleich bei Männern 75 Jahre und bei Frauen 81 Jahre. Indien ist
damit eines der wenigen Länder der Erde, wo die Lebenserwartung bei
Männern und Frauen fast identisch ist.
Mit einem jährlichen Bevölkerungszuwachs von
15 Millionen Menschen hat Indien im Moment den größten absoluten
Zuwachs aller Staaten der Erde. Andererseits liegt der zugehörige
relative Zuwachs nur wenig über dem Weltdurchschnitt. Aus den
Vergleichen mit den anderen bevölkerungsmäßig großen Staaten der Erde
(VR China, USA, Indonesien), die alle bedeutend geringere relative
Zunahmen haben, wird deutlich, dass der hohe Bevölkerungszuwachs aus
dem der kleineren Staaten resultiert. Nach Schätzungen der Vereinten
Nationen wird Indien in den nächsten Jahrzehnten sein
Bevölkerungswachstum kaum abschwächen und die VR China bis zum Jahre
2045 als bevölkerungsreichstes Land der Erde abgelöst haben.
Mehr als ein Fünftel des globalen
Bevölkerungswachstums findet zurzeit in Indien statt und die sozialen
und wirtschaftlichen Probleme, die sich daraus ergeben, sind
gravierend. Schon heute haben 44 Prozent der Einwohner Indiens laut
Angaben der Weltbank weniger als einen Dollar pro Tag zur Verfügung
und Wasserknappheit gehört schon jetzt zu den größten Problemen des
Landes. Eine extreme Binnenmigration, politische Instabilität und eine
Stärkung der extremistischen Kräfte können die Folge sein. Nur 16
Prozent der Einwohner Indiens haben Zugang zu sanitären Anlagen und
verschmutztes und verseuchtes Wasser ist eine der Hauptursachen für
viele Infektionskrankheiten.
Die Versorgungslage hat sich zwar seit Anfang
der 1980er Jahre in den ländlichen Gebieten verbessert, doch nur
wenige Haushalte verfügen über eine Abwasserentsorgung. Unzureichende
Beratung in Fragen der reproduktiven Gesundheit hat zur Folge, dass
die Zahl der HIV-Infizierten rapide steigt. Nach Schätzungen der
Vereinten Nationen könnten bis 2010 allein in Indien über zehn
Millionen Menschen an der Immunschwächekrankheit leiden. Das
Bevölkerungswachstum kann nur dann verlangsamt werden, wenn
bedürfnisorientierte Familienplanungsangebote sowie Service- und
Beratungsleistungen, die sich an den konkreten Bedürfnissen der
Menschen orientieren, angeboten werden.
Nachfolgend sind Einwohnerzahlen Indiens
zwischen 1700 und 2050 aufgeführt. Die Zahlen für 2025 und 2050 sind
eine Prognose.
|
Jahreszahl |
Einwohner |
| 1700 |
127.026.000 |
| 1725 |
140.413.000 |
| 1750 |
155.212.000 |
| 1775 |
198.344.000 |
| 1800 |
255.000.000 |
| 1825 |
256.469.000 |
| 1850 |
283.496.000 |
| 1875 |
300.963.000 |
|
|
Jahreszahl |
Einwohner |
| 1900 |
271.306.000 |
| 1925 |
263.071.000 |
| 1950 |
350.445.000 |
| 1975 |
600.763.000 |
| 2000 |
1.014.003.800 |
| 2005 |
1.094.985.000 |
| 2025 |
1.370.028.000 |
| 2050 |
1.706.951.000 |
|
Die Zahlenangaben bis 1875 sind nach dem
Gebietsstand von Britisch-Indian, also einschließlich Bangladesch,
Myanmar und Pakistan berechnet, die Angaben ab 1900 nach dem heutigen
Gebietsstand der Republik Indien. Quelle:
[1] |
Sprachen
In Indien werden mehr als 1.600 Sprachen
gesprochen. Neben den überregionalen Amtssprachen Hindi und Englisch
gibt es folgende 20 regionale Amtssprachen: Asamiya, Bengali, Bodo,
Dogri, Gujarati, Kannada, Kashmiri, Konkani, Maithili, Malayalam,
Manipuri, Marathi, Nepali, Oriya, Punjabi, Santali, Sindhi, Tamil,
Telugu und Urdu.
In letzter Zeit gab es Versuche, den Gebrauch
des Sanskrit, welches ebenfalls eine Amtssprache ist, wiederzubeleben.
Das Central Board of Secondary Education (CBSE) hat in den
Schulen, die es reguliert, Sanskrit zur dritten der unterrichteten
Sprachen gemacht. In diesen Schulen ist der Sanskritunterricht für die
fünften bis achten Schulklassen obligatorisch.
Von den 23 Verfassungssprachen gehören
sechzehn der indoarischen, vier der dravidischen (Telugu, Tamil,
Kannada und Malayalam), eine der austroasiatischen (Santali) und eine
der tibetobirmanisch bzw. sinotibetischen Sprachfamilie (Manipuri) an.
Erschwerend wirkt sich der Umstand aus, dass die meisten der Sprachen
unterschiedliche Schriftsysteme aufweisen. Während Telugu, Tamil,
Kannada, Malayalam, Gujarati, Oriya, Punjabi durch eine jeweils eigene Schrift
charakterisiert sind, verwendet man für Hindi, Marathi, Nepali,
Konkani und Sanskrit eine Schrift, für Bengali, Assami und Manipuri
eine weitere sowie für Urdu, Kashmiri und Sindhi eine dritte, wobei
sich jedes der drei von verschiedenen Sprachen verwendeten
Schriftsysteme durch ergänzende, sprachlich bedingte Sonderzeichen
weiter unterscheidet. Indien ist damit das Land mit den weltweit
meisten Amtssprachen.
Über die Beibehaltung des Status des
Englischen als Amtssprache wird alle 15 Jahre neu entschieden.
Englisch gilt weiterhin als Prestige-Sprache und wird nur von einer
privilegierten Minorität der Bevölkerung fließend gesprochen. Wenn
sich Menschen unterschiedlicher Sprachgemeinschaften begegnen,
sprechen sie – im Norden – entweder Hindi oder Englisch miteinander,
im Süden eine der drawidischen Sprachen oder Englisch. |
Religionen
Die Religionen verteilen sich wie folgt: 81 %
Hindus, 13 % Moslems, 1 % Buddhisten, 2 % Sikhs, 0,5 % Jainas und
2,5 % andere: Christen unterschiedlicher Konfessionen
(Thomaschristen), Baha'i und Parsen.
Ungefähr 25 Prozent der indischen Bevölkerung
werden zu den sog. Kastenlosen gerechnet, sieben bis acht Prozent
zählen zu den indigenen Völkern Asiens (Adivasi). Soweit sie sich
resistent erwiesen gegenüber den Missionsversuchen der großen
Religionen, haben sie noch ihre eigene, jedoch nicht explizit
ausformulierte oder schriftlich kodifizierte Religion bewahrt. Die
indigenen Völker Indiens haben einiges mit dem Hinduismus gemeinsam,
so u.a. der Glaube an die Reinkarnation, eine polytheistische
Glaubensform und eine Art von Kastenwesen. Die am häufigsten
vorkommende Religion in Indien ist der Hinduismus. |
Geschichte
Ab 1505 begannen die Portugiesen kleinere
Küstenkolonien zu eroberen (vgl. Portugiesisch-Indien). Von 1756 an
unterwarf die britische East India Company von ihren Hafenstützpunkten
Kalkutta, Madras und Bombay aus weite Teile Indiens. Mitte des 19.
Jahrhundert erlangte sie die vollständige politische Kontrolle über
alle indischen Territorien (von einigen kleineren portugiesischen und
französischen Gebieten abgesehen). Loyale Fürsten behielten Staaten
mit begrenzter Souveränität. Die wichtigsten: Hyderabad, Bhopal,
Mysore, Kaschmir. 1857 erhoben sich weite Teile der Bevölkerung der
Gangesebene gegen die Herrschaft der East India Company. Nach der
Niederwerfung des Aufstandes wurde Indien der direkten Kontrolle durch
Großbritannien unterstellt.
1884 wurde in Bombay die Kongresspartei
(Indian National Congress) gegründet. Sie forderte zunächst politische
Mitsprache. Ihre Mitglieder waren vorwiegend Hindus und Zoroastrier.
Die muslimische Oberschicht blieb auf Abstand. Ihr Wortführer Sayyid
Ahmad Khan befürchtete, dass sie durch Einführung des
Mehrheitsprinzips aus der Verwaltung gedrängt würden. Als
Interessenvertretung der Muslime wurde 1906 die Muslim League
gegründet.
Im Ersten Weltkrieg verhielt sich die große
Mehrheit der Bevölkerung loyal. Da die Briten aber nicht gewillt
waren, die Mitsprachemöglichkeiten der Bevölkerung auszuweiten, wurde
die Forderung nach Unabhängigkeit lauter. Aus Verärgerung darüber,
dass die Briten an der Aufteilung des Osmanischen Reiches beteiligt
waren, schlossen sich nun viele Muslime der Unabhängigkeitsbewegung
an. Der gewaltfreie Widerstand gegen die britische Kolonialherrschaft,
vor allem unter Mahatma Gandhi und Jawaharlal Nehru, führte 1947 zur
Unabhängigkeit.
Gleichzeitig verfügte die Kolonialmacht die
Teilung (Partition) der fast den gesamten indischen Subkontinent
umfassenden Kolonie Britisch-Indien in zwei Staaten, die säkulare
Indische Union sowie die kleinere Islamische Republik Pakistan. Die
Briten erfüllten damit Forderungen der Muslim League nach einem
eigenen Nationalstaat mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit. Dabei
sollten die regionalen Herrscher über die zukünftige
Staatenzugehörigkeit entscheiden und sich dabei an der unter der
Bevölkerung vorherrschenden Religion orientieren.
Die Teilung führte zu der größten
Vertreibungs- und Fluchtbewegung der Geschichte. Die Regionen Punjab
und Bengalen wurden aufgrund ihrer Bevölkerung mit ebenso starkem
Hindu- wie Moslemanteil entsprechend dem Teilungsplan zwischen den
neuen Staaten Indien und Pakistan aufgeteilt, was zu gegenläufigen
Flüchtlingsströmen und Greueltaten führte. Ungefähr 10 Millionen
Hindus und Sikhs wurden aus Pakistan vertrieben, etwa 7 Millionen
Muslime aus Indien. 750.000 bis eine Million Menschen kamen ums Leben.
Die Vertreibung nahezu aller Hindus und Sikhs aus dem Gebiet des
damaligen West- und Ostpakistan (heute Pakistan und Bangladesch) und
der Vertreibung der Muslime aus Indien gilt als Beispiel für eine sog.
ethnische Säuberung ohne unmittelbare Verursachung durch einen Krieg.
Der Maharaja von Kashmir, selbst Hindu bei
überwiegend moslemischer Bevölkerung, verzögerte seine Entscheidung
und verursachte damit eine Krise, die zur de-facto-Teilung der Region
Kashmir führte. Seitdem herrscht in der Grenzregion beider Länder der
Kaschmirkonflikt.
Nach zwei vorangegangenen Kriegen führte die
indische Unterstützung einer Unabhängigkeitsbewegung im damaligen
Ost-Pakistan zu einem dritten Krieg 1971 mit folgender Teilung
Pakistans und Gründung des neuen, ebenfalls islamisch geprägten
Staates Bangladesch.
Heute sind die fundamentalen Probleme Indiens
einerseits der fortdauernde Streit mit Pakistan um die Region Kaschmir
trotz des vom ehemaligen Premiermister Atal Bihari Vajpayee 1999
eingeleiteten Friedensprozesses durch seinen Staatsbesuch in Pakistan,
andererseits die starke Überbevölkerung, die zunehmende
Umweltverschmutzung, die ausgedehnte Armut, sowie ethnische und
religiöse Konflikte zwischen Hindus und Moslems (Kommunalismus) und
die immer noch andauernde Problematik um die sog. Kastenlosen. |
Bundesstaaten und Unionsterritorien
Indien ist ein Mitglied im Commonwealth of
Nations und ist in 28 Bundesstaaten (states) und sieben
Unionsterritorien (union territories, einschließlich des
Territoriums der Hauptstadt) gegliedert, die sich in insgesamt 593
Bezirke (districts) unterteilen.
- Indische Staaten (Basisdaten) (alle
Staaten und Territorien mit Fläche, Einwohnerzahl und
Bevölkerungsdichte)
- Indische Staaten (mehrsprachig) (alle
Staaten und Territorien mit Bezeichnung deutsch, englisch, Hindi und
in der regionalen Sprache)
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1. Andhra Pradesh
2. Arunachal Pradesh
3. Assam
4. Bihar
5. Chhattisgarh
6. Goa
7. Gujarat
8. Haryana
9. Himachal Pradesh
10. Jammu und Kashmir
11. Jharkhand
12. Karnataka
13. Kerala
14. Madhya Pradesh
15. Maharashtra
16. Manipur
17. Meghalaya
18. Mizoram
19. Nagaland (Naga Pradesh)
20. Orissa
21. Punjab
22. Rajasthan
23. Sikkim
24. Tamil Nadu
25 Tripura
26 Uttaranchal
27 Uttar Pradesh
28. Westbengalen (West
Bengal) |
Bundesstaaten

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Politik
Politisches System
Indien ist eine parlamentarische Demokratie
und damit die größte Demokratie der Erde. Das indische Parlament
besteht aus zwei Kammern: dem Unterhaus (Lok Sabha) und dem Oberhaus
(Rajya Sabha). Einen Überblick über die vielfältige Parteienlandschaft
des Landes liefert die Liste politischer Parteien.
Während des Unabhängigkeitskampfes bildete
sich der Nationalkongress, der die Kolonialherrschaft der Engländer
beenden sollte. Nach der Unabhängigkeit 1947 wurde die Kongresspartei
(Symbol: Handfläche) stärkste Partei und bildete mit Jawaharlal Nehru
die erste Regierung. Bis Mitte der 1990er Jahre dominiert die
Kongresspartei meist unter Führung der Nehru-Gandhi-Familie, mit nur
zwei kurzen Unterbrechungen, die Politik des Landes.
Erst dann gelang es der Indischen Volkspartei
(BJP, Symbol: Lotusblüte) mit nationalistischen Parolen und dem Marsch
auf Ayodhya, infolge dessen es im ganzen Land zu Ausschreitungen und
Übergriffen (vor allem gegen Muslime) mit vielen Toten kam, die
langandauernde Dominanz der Kongresspartei zu brechen. Die
polarisierende und pro-hinduistisch ausgerichtete Politik der BJP
steht ganz im Zeichen der nationalistischen Hindutva-Bewegung, die -
auch unter Beteiligung von paramilitärischen Gruppen, wie dem
Nationalen Freiwilligencorps (Rashtriya Swayamsevak Sangh, kurz RSS) -
die Hinduisierung Indiens und in ihren extremen Auswüchsen die
Vertreibung der muslimischen und christlichen Bevölkerung zum Ziel
hat.
Nach einem Anschlag auf einen Zug mit Pilgern
im Jahre 2002 begannen Massaker in Gujarat, die von der dort
regierenden BJP nur halbherzig bekämpft wurden. Diese Unruhen haben
dann doch wohl viele moderate Hindus zu einem gewissen Umdenken
gebracht, zumal die von der Indischen Volkspartei hochgehaltene Vision
eines Shining India ("Strahlendes Indien") weite Teile der
Bevölkerung, die nicht vom Boom der letzten Jahre profitierten, ob der
hochgesteckten Ziele eher skeptisch werden ließ.
Bei der Parlamentswahl 2004 erzielte die
oppositionelle Kongresspartei unter Sonia Gandhi einen unerwarteten
Sieg. Überraschend für ihre Parteienkoalition lehnte sie es ab, den
Posten des Premierministers zu übernehmen, Manmohan Singh wurde am 22.
Mai 2004 als Premierminister vereidigt.
Außenminister ist Natwar Singh. |
Soziale Probleme
Die indische Verfassung garantiert all ihren
Bürgern grundlegende Bürger- und Menschenrechte. Trotzdem werden in
Indien zahlreiche dieser Bürgerrechte verletzt, und Polizei und
Sicherheitskräfte genießen häufig Ungestraftheit. Opfer von
Menschenrechtsverletzungen in Indien sind aufgrund der sozialen
Strukturen häufig indigene Stämme (Adivasi), Kastenlose oder
Angehörige der niederen Kasten, Invaliden, Frauen und religiöse
Minderheiten.
Bei der Teilung Indiens 1947 und beim
Bangladesch-Krieg 1971 kam es zu den zahlenmässig größten
Menschenrechtsverletzungen in Indien und auf dem indischen
Subkontinent im 20. Jahrhundert.
Religiöse Unruhen kommen in Indien relativ
häufig vor, besonders zwischen Muslimen und Hindus. Im Aufruhr vom
Bundesstaat Gujurat im Jahre 2002 wurden nach dem Auffinden von 59
verbrannten Hindu-Pilgern in einem Zug durch eskalierende Gewalt
insgesamt ca. 2000 Moslems getötet. Die Landesregierung von Gujurat
versagte dabei, die Täter zur Verantwortung zu ziehen.
In Anit-Sikh-Krawallen im Jahre 1984,
ausgelöst durch die Ermordung Indira Gandhis durch eigene
Sikh-Leibwächter, wurden mehr als 3000 Sikhs getötet.
In Kashmir wurden seit 1989 über 29.000
Zivilpersonen von Terroristen getötet, was zu der Auswanderung von
über 300'000 Hindus (Kashmiri Pandits) führte.
In Bhopal wurde 20 Jahre nach dem Auslaufen
von giftigem Gas aus der Pestizidfabrik vom amerikanischen Union
Carbide Corporation (UCC) der Ort immer noch nicht bereinigt, sodass
giftige Gase weiterhin die Umwelt und das Grundwasser verseuchen. Beim
Auslaufen der giftigen Gase 1984 sind binnen Tagen 7000 Menschen
gestorben, 15000 weitere starben im Laufe der Jahre an den Folgen,
während tausende unter chronischen und lähmenden Krankheiten leideten.
Kompensation oder angemessene Hilfe wurden für die Opfer verweigert,
es wurde keiner je zur Verantwortung gezogen. UCC und die indische
Regierung einigten sich nur auf eine unzureichende und nie völlig
ausgezahlte Schadenszahlung der UCC.
Es gibt heute in Indien eine große Zahl an
lokalen Organisationen, die die Menschenrechtslage streng
kontrollieren. Diese Organisationen werden jedoch in der Gesellschaft
oft ausgeschlossen bis hin zu gewalttätigen Übergriffen.
Obwohl die indische Verfassung auch die
Beseitigung des Kastensystems vorsieht und seit der Unabhängigkeit
beträchtliche Bemühungen unternommen wurden, die unteren Schichten zum
sozialen Aufstieg zu verhelfen, führt es in Indien nach wie vor
manchmal dazu, dass es schwierig ist, einen schon bei der Geburt
vorgezeichneten Lebensweg zu verlassen. Um dem entgegenzuwirken, wird
in Indien die "positive Diskriminierung" betrieben. Danach sind in
Universitäten und berufsbildenden Institutionen bis zu 50% der Plätze
für die "schedule class", für Angehörige der unteren Kasten,
reserviert. Dabei wird oft der Qualitätsverfall und die
Benachteiligung der nicht-"schedule-class" kritisiert. |
Wirtschaft
Indien ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die
in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde.
Seither erlebt das Land ein großes Wachstum und profitiert besonders
von der Globalisierung. Es wird jedoch auch 2004 zu den
Entwicklungsländern gezählt.
Die indische Wirtschaft umfasst sowohl
traditionell bäuerliche Betriebe, moderne Agrarbetriebe,
Handwerksbetriebe und moderne Industrie, als auch eine breite Palette
von Dienstleistungsunternehmen. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung
arbeiten in der Landwirtschaft. Sie profitieren nur selten direkt vom
Hightechboom in den Metropolen. Somit herrscht ein großer Gegensatz
zwischen ländlich geprägten Agrararbeitern und hochqualifizierten
Aufsteigern.
Größte Wachstumssektoren sind durch
Outsourcing speziell amerikanischer Unternehmen die Bereiche Hard- und
Softwareherstellung, Call-Center und das Gesundheitswesen
(Zahnbehandlung, plastische Chirurgie etc).
Über ein Viertel der Bevölkerung ist zu arm,
um sich eine adäquate Ernährung zu leisten. Indiens internationale
Zahlungsfähigkeit blieb 2001 stabil, was sich in leicht sinkenden
Devisenkursen und angemessenen Reserven an Auslandswährungen
widerspiegelt. Das Wachstum des Produktionsoutputs hat sich
verlangsamt und die Kürzung der Stromzufuhr in manchen Regionen dauert
weiter an. Schlechte Straßen und unzureichende Wasserversorgung sind
an der Tagesordnung und bremsen die Wirtschaftsentwicklungen massiv.
Indien ist ein wichtiger Exporteur von
Rohstoffen und Fertigprodukten, aber auch Arbeitskräften. Aus Indien
kommen Softwareprodukte und Programmierer; es verfügt über eine große
Zahl gut ausgebildeter Fachkräfte. Die wichtigsten Exportgüter sind
Textilien, Chemikalien, Edelsteine, Juwelen (Schmuck) und Lederwaren.
Indien importiert vor allem Rohöl, Maschinen, Diamanten, Dünger und
Chemikalien.
Das Haushaltsdefizit betrug im Jahr 2004
4,4 % vom Bruttoinlandsprodukt gegenüber 4,8 % im Jahr zuvor. |
Energiesektor
2005 hatten nur 50 % der Inder einen
Stromanschluss. Die Hälfte des Energiebedarfs wird von Kohle, ein
Viertel von Erdöl, -gas und Wasserkraft, ein Fünftel von Viehdung u.a.
und ein Zwanzigstel von Kernkraft geliefert.
Indien verfügt über 15 Kernreaktoren und acht
weitere sind im Bau.
Da Indien den Atomwaffensperrvertrag nicht
unterzeichnet hat, sind europäische und amerikanische Firmen an den
Bauarbeiten nicht beteiligt. |
Kultur
Die indische Kultur war prägend für den
gesamten Raum Südasien und Südostasien und umfasst unter anderem die
indische Küche, die indische Kleidung, die indische Musik, den
indischen Tanz (u.A. Bhangra) und die indische Philosophie. Im
indischen Film gibt es neben dem kommerziellen Großproduktionen
(Bollywood/Kollywood) eine reiche Tradition des Autorenkinos. Wegen
der Vielzahl der Sprachen gibt es nicht "die" indische Literatur
sondern eine Vielzahl indischer Literaturen.
Indische Kleidung und Schmuck: Sari, Bindi,
Mehndi ...
Indische Musikinstrumente: Sitar, Tabla ...
Indische Feste: Divali, Holi, Raksha Bandhan,
Pongal ...
Architektur in Indien: Moderne Architektur in
Indien...
Siehe auch: Dalit, bedeutende
Persönlichkeiten Indiens |
Sport
Viele der in Indien weitverbreiteten
Sportarten sind durch den Einfluss der britischen Kolonialherrschaft
bekannt geworden. Das englische Cricket ist die mit Abstand
beliebteste Sportart, es wird in Indien sogar mittlerweile besser
gespielt als im Ursprungsland, die zweitbeliebteste Sportart ist
Hockey. Der 28-jährige Narain Karthikeyan aus Chennai ist seit 2005
Indiens erster Formel-1-Pilot. |
Literatur
Import / Export. Wege des
Kulturtransfers zwischen Indien und Deutschland / Österreich,
Herausgegeben von Wenner, Dorothee / Schneider, Alexandra / Dutta,
Madhusree / Fitz, Angelika / Kröger, Merle, Parthas Verlag 2005,
ISBN 3-86601-910-6
Paul R. Brass, The Politics of India
Since Independence, Cambridge University Press 1994
Paul R. Brass, The Production of
Hindu-Muslim Violence in Contemporary India, University of
Washington Press, 2003
Maria Mies, Indische Frauen zwischen
Unterdrückung und Befreiung, Frankfurt am Main: Syndikat 1986
Yves Thoraval,The Cinemas of India
(1896-2000), Macmillan 2000
|
Weblinks
Netzpräsenz der Indischen Botschaft Berlin
Länder- und Reiseinformationen
des
Auswärtiges Amtes
Karten von Indien
Umfangreiche Informationen für Indienreisende
Indisches Fremdenverkehrsamt Europa
Forum für Indieninteressierte
Indien auf einen Blick
Indien von
der
Bundeszentrale für politische Bildung
(Navigation rechts unter der Abbildung des Titels)
CIA World Fact Book - Indien
Indische Weltraumagentur ISRO
Website der Nationalbibliothek Indiens
Übersicht über einige indische Bibliotheken
Ministerium für Kultur
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Dieses Musikfile,
Des Meisters letzter Akt
stammt von
"Musik
von Kht"
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Komponisten liegt vor.
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