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Übersichtskarte
"Die Landkarte wurde
freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der University of Texas at
Austin"
Wetter und Klima
Kuala Lumpur
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Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: 2005.
Quelle:
Die
Angaben sind eine Zusammenfassung aus verschiedenen Internetseiten und Zeitschriften!
Allgemeines über Malaysia:
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: 2005!
| Amtssprache |
Bahasa Melayu |
| Hauptstadt |
Kuala Lumpur |
| Regierungssitz |
Putrajaya |
| Staatsform |
Konstitutionelle Wahlmonarchie |
| König |
Tuanku Syed Sirajuddin |
| Premierminister |
Abdullah Ahmad Badawi |
| Fläche |
329.750 km² |
| Einwohnerzahl |
22.662.365 |
| Bevölkerungsdichte |
69 Einwohner pro km² |
| BIP/Einwohner |
4.151 US-$ (2004) |
| Unabhängigkeit |
von Großbritannien am 31. August 1957 |
| Währung |
Ringgit |
| Zeitzone |
UTC+ 8 h |
| Nationalhymne |
Negara Ku |
| Kfz-Kennzeichen |
MAL |
| Internet-TLD |
.my |
| Vorwahl |
+60 |
Geographie
Malaysia grenzt im Norden an Thailand, im
Nordosten umschließt es Brunei, im Süden grenzt es an Singapur und
Indonesien. Es umfasst den (südlichen) Hauptteil der malaiischen
Halbinsel, Malakka-Halbinsel genannt, sowie den Nordteil von
Borneo, auf dem auch Brunei liegt. Dieser Inselbereich
unterteilt sich in die malaiischen Staaten Sabah und Sarawak. |
Bevölkerung
Bevölkerungswachstum: 2,00 % (2004)
Lebenserwartung: 72 Jahre (2004)
Säuglingssterblichkeit: 23 pro Tausend (2004)
Alphabetisierung: m 92,4 %, w 85,4 %, ges
88,9 % (2003)
Ethnische Gruppen: Malaien (53 %), Chinesen
(28 %), Ureinwohner (11%), Inder (7 %), andere (1 %)
Sprachen: Malaiisch
(Bahasa Melayu),
andere austronesische Sprachen, Chinesisch, Indisch (vor allem Tamil)
|
Religion
Der Islam, zu dem sich 60% der Bevölkerung
bekennen, ist Staatsreligion. Nach der Verfassung des Landes sind alle
ethnischen Malaien von Geburt automatisch Muslime. Ein Abfallen vom
Islam wird de facto mit Freiheitsstrafe bestraft. Die Chinesen sind
meist Buddhisten (20 %) oder hängen anderen chinesischen Religionen
wie Daoismus und Konfuzianismus an (2,6 %). Christen (9 %) gibt es in
allen ethnischen Gruppen. Die Inder sind überwiegend Hindus (6 %).
Muslime werden gegenüber Angehörigen anderer Religionen bewusst
staatlich bevorzugt. Christliche Presse kann nur unter Schwierigkeiten
veröffentlicht werden. Der Bau von Kirchen wird nur mit großen
Einschränkungen genehmigt. Im Osten Malaysias gibt es jedoch auch eine
Minderheit von christlichen Malayen die im 16. Jhd von Spaniern
christianisiert wurden und ihrer Religion bis heute treu geblieben
sind.
Islam
Der Islam ist Staatsreligion in Malaysia,
obwohl ihm nur rund 60% der Bevölkerung angehören. 52% sind Malaien.
Die restlichen 8% sind Inder und Ureinwohner. Der Islam in Malaysia
ist weitaus konservativer als in Indonesien; jedoch durchaus liberaler
als in arabischen Ländern. Bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts
waren die malaysischen Muslime bekannt für ihre Liberalität. In den
70er Jahren des letzten Jahrhunderts setzte eine große
Islamisierungswelle ein und fand vor allem bei der jungen Generation
auf dem Land Anklang. Dabei darf man "Islam" nicht nur als
Glaubensrichtung verstehen, sondern als Lebensart, die das religiöse,
private, wirtschaftliche und politische Leben umfasst. Außerdem ist
das Verständnis der islamischen Lebensart durch die Kultur des
jeweiligen Landes geprägt: In Malaysia fließen spirituelle Elemente
aus Hinduismus, Animismus, Schamanismus oder Buddhismus ein.
Das Wechselspiel zwischen Religion und
Politik und die Verflechtung beider Bereiche miteinander ist
kompliziert: Die Muslime in der Bevölkerung akzeptieren diese
Verflechtung nicht nur, sondern verlangen von Politikern das, was sie
als korrekte islamische Lebensführung und Rhetorik erachten. Als
Mahatir 1981 Regierungschef wurde, nahm er den Wunsch der Bevölkerung
nach der Islamisierung des öffentlichen Lebens in seine Politik auf:
Die Regierungspartei sorgte für die kulturelle Institutionalisierung
des Islam, richtete Koranschulen ein und stärkte die klerikalen
Traditionen. Die UMNO wurde islamistischer um zu verhindern, dass sie
zu viele Wählerstimmen an die islamistische Oppositionspartei PAS
verliert.
Die Forderung nach demokratischen Reformen
verbindet sich in diesem Fall also gerade nicht mit "Westlichkeit" -
natürlich gibt es auch andere, nicht-islamische Gruppierungen, wie
z.B. die multiethnische Reformbewegung "reformasi", für die das
weniger zutrifft. Diesen nicht-islamischen Bewegungen wird oft
westliche "Verdorbenheit" vorgeworfen - auch von den
regierungskritischen Gruppen.
Da die öffentliche Diskussion um politische
Themen so gut wie gar nicht in den Massenmedien stattfinden kann -
kritische Zeitungen und Magazine werden einfach verboten oder in ihrer
Auflage stark eingeschränkt - verlagert sie sich in die Moscheen und
Gebetsräume. Die Zweischneidigkeit der Religionsausübung zeigt sich in
einem skurrilen Beispiel, dem "Verbot der zwei Imame". Es ist Sitte,
dass der Imam vor dem Freitagsgebet eine Ansprache zu allgemeinen
Themen hält. Dieses Forum wurde genutzt: In manchen Provinzen
predigten nun zwei Imame gleichzeitig verschiedene politische
Auffassungen, jeweils eine Schar von Gläubigen der gleichen Meinung um
sich versammelnd. Auch wenn diese Praxis nun verboten ist, gibt es
noch viele andere Wege, politische Meinungen zu verbreiten. Taxifahrer
z.B. nutzen die Popularität dieses Verkehrsmittels und beschallen ihre
Fahrgäste während der Fahrt nicht mit Musik, sondern mit politischen
Reden. Eine zunehmend wichtige Rolle bei der Suche nach Möglichkeiten
zur freien Meinungsäußerung spielt auch das Medium Internet.
Islam steht in Malaysia einerseits für den
Ruf nach Demokratisierung und Pluralisierung und andererseits für die
Dominanz und die Intoleranz gegen Nicht-Muslime, Frauen und gegen
Kritik an traditionellen islamischen Werten |
Geschichte
Die malaiische Halbinsel wurde zu einem
großen Handelszentrum in Südostasien, als der Handel zwischen China
und Indien zu florieren begann. Damals begann in der Straße von
Malakka ein reges Treiben. Die ersten malaiischen Königreiche
entstanden von Häfen, die im 10. Jahrhundert gegründet worden waren.
Die wichtigsten frühen Königreiche waren Langkasuka und Lembah Bujang
in Kedah, sowie Beruas und Gangga Negara in Perak und Pan Pan in
Kelantan. Der Islam kam im 14. Jahrhundert in Terengganu an. Im frühen
15. Jahrhundert wurde das Sultanat von Malakka gegründet. Durch seinen
Wohlstand zog es das Interesse von Portugal auf sich. Der Hafen wurde
dann ein Zentrum der Kolonialisierung durch die Niederländer und die
Briten.
Die britische Kronkolonie Straits Settlements
wurde im Jahre 1826 gegründet und England gewann schrittweise die
Kontrolle über den Rest der Halbinsel. Zu den Straits Settlements
gehörten Penang, Singapur und Malakka. Penang war im Jahre 1786 durch
Kapitän Francis Light gegründet worden und diente als Militär- und
Handelsbasis. In seiner Bedeutung wurde es bald von Singapur überholt,
das im Jahre 1819 durch Sir Stamford Raffles gegründet wurde. Malakka
war nach dem englisch-niederländischen Vertrag von 1824 endgültig in
britischem Besitz. Die Kolonie wurde durch die Britische
Ostindien-Kompagnie mit Sitz in Kalkutta regiert, bis deren Sitz 1867
nach London verlegt wurde.
Zur etwa gleichen Zeit wurde die britische
Politik gegenüber den malaiischen Staaten immer aggressiver. Innerhalb
von wenigen Jahren kamen mehrere malaiische Staaten an der Westküste
der Halbinsel unter britische Kontrolle. Auf Betreiben der Händler,
die in den Kronkolonien saßen, mischte sich die Regierung in die
Angelegenheiten der zinnproduzierenden Staaten ein. Gleichzeitig hatte
die britische Kolonialmacht Bürgerkriege und Störungen durch
chinesische Geheimgesellschaften zu befrieden. Die Briten führten mit
ihrer Militärmacht eine friedliche Lösung herbei, die die Händler
bevorzugte. Mit dem Vertrag von Pangkor im Jahre 1874 wurde der Weg
frei für die britische Herrschaft. 1896 wurden die vier Sultanate
Pahang, Selangor, Perak und Negeri Sembilan zu den Föderierten
Malaiischen Staaten zusammengefasst, die dem Kommissar von Singapur
unterstanden. Dieser war auch der Gouverneur der Straits Settlements.
Dieser Gouverneur wiederum unterstand dem Kolonialamt in London.
Die anderen Staaten der Halbinsel waren zwar
nicht direkt London unterstellt, die Sultane hatten aber britische
Berater an ihrem Hof. Die vier nördlichen Staaten Perlis, Kedah,
Kelantan und Terengganu waren bis 1909 unter der Kontrolle von
Thailand. Das Gebiet des heutigen Staates Sabah war eine Kolonie, die
ursprünglich dem Sultan von Sulu gehört hatte. Das riesige Waldgebiet
von Sarawak war persönlicher Besitz der Familie Brooke. Während des
Zweiten Weltkrieges wurde das heutige Malaysia durch Japan besetzt. In
dieser Zeit wuchs die Unterstützung für die Unabhängigkeit des Landes
von der europäischen Kolonialmacht. Die englischen Pläne, eine
malaiische Union zu gründen, wurden von vielen Malaien abgelehnt. Sie
verlangten ein System, welches die Wünsche der Malaien stärker
berücksichtigte, Singapur ausschloss und für die Immigranten nur eine
Staatsbürgerschaft vorsah. Die Unabhängigkeit wurde im Jahre 1957
erlangt, unter dem Namen Föderation Malaya. Singapur war nicht
enthalten.
Am 16. September 1963 wurde eine neue
Föderation unter dem Namen Malaysia gegründet, die die
Föderation Malaya sowie die britischen Kronkolonien Singapur,
Nordborneo (heute Sabah) und Sarawak umfasste. Die frühen Jahre waren
durch territoriale Ansprüche der Nachbarn bestimmt, sowie durch das
Ausscheiden Singapurs aus der Föderation im Jahre 1965. |
Politik
Seit 1957 regiert das von der United Malays
National Organisation (kurz UMNO, auf Malaiisch Pertubuhan
Kebangsaan Melayu Bersatu) angeführte Parteienbündnis
Barisan Nasional
("Nationale Front") mit einer Zweidrittelmehrheit. Darüber hinaus gibt
es die islamistische Partei PAS, die vor allem bei den Regionalwahlen
1999 Stimmenzuwächse verzeichnen konnte, die sozialistische DAP und
die Keadilan. Bei den Wahlen im März 2004 erhielt die
Regierungskoalition über 90 % der Mandate im Parlament. Dies ist durch
die zunehmende Islamisierung der Partei ermöglicht worden.
- Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
(Parlamentarisch-demokratische Wahlmonarchie). Wahl des Königs alle
fünf Jahre aus den Reihen der Herrscher der 9 Sultanate nach
Rotationsprinzip
- Staatschef: König Tuanku Syed
Sirajuddin (seit 12. Dezember 2001)
- Regierungschef: Abdullah Ahmad Badawi
(seit 31. Oktober 2003)
- Parlament: Volksversammlung (Dewan
Rakyat) mit zur Zeit 218 für fünf Jahre gewählten Abgeordneten
und Länderversammlung (Dewan Negara) mit 70 Mitgliedern. Die
letzten Wahlen fanden am 21. März 2004 statt.
Nationalfeiertag: 31. August
(Unabhängigkeitstag 1957) |
Verwaltungsgliederung
Staatliche Gliederung: 13 Bundesstaaten
(darunter 7 Sultanate) und 3 Bundesterritorien
Wilayah Persekutuan
auf malaiisch (Kuala Lumpur, der neue Regierungssitz Putrajaya und die
Insel Labuan). Die nicht als Sultanate konstituierten Bundesstaaten
(Sabah, Sarawak, Penang und Malakka) werden von einem von der
Zentralregierung ernannten Gouverneur verwaltet. |
Wirtschaft
- Urbanisierung: 58 % (2001)
- BIP: 79,5 Mrd. Euro (2002)
- BIP/Einw.: 3.403 Euro (2002)
- Beschäftigung: Industrie (37 %),
Dienstleistungen (47,8 %), Landwirtschaft (15,2 %)
Malaysia ist ein an Bodenschätzen und
Rohstoffen (Zinn, Kautschuk, Palmöl, Erdöl) reiches Land. Zudem
beheimatet Malaysia die Automobilhersteller Perodua und Proton sowie
den Ölmulti Petronas. Seit Beginn der 1980er Jahre erfolgte eine
rasante industrielle Entwicklung, die das Land in die Reihe der
aufstrebenden »Schwellenländer« und der
asiatischen »Tigerstaaten« aufrücken ließ. Malaysia gilt ökonomisch
und politisch als eines der stabilsten Länder Südostasiens, in dem die
Konvergenz von Tradition und Moderne, Islam und Kapitalismus
propagiert wird. Durch diese Neuausrichtung erfuhr das Land einen
grundlegenden Wandel von einem zuvor mehrheitlichen Agrarstaat hin zu
einem technisierten und kapitalintensiven Industriestandort mit hohem
Entwicklungspotenzial. Die ab 1997 auftretende »Asien-Krise« traf
allerdings auch Malaysia, doch hat sich die Wirtschaft inzwischen
wieder erholt und verzeichnet ein erneutes Wachstum von etwa 5 bis 6
Prozent. Im Jahr 2001 wurden für 61,2 Mrd. Euro Güter importiert und
gleichzeitig im Wert von 76,1 Mrd. Euro Güter exportiert. |
Literatur
Dierk Walter, Kolonialkrieg,
Globalstrategie und Kalter Krieg. Die Emergencies in Malaya und Kenya
1948–1960, in: Zeithistorische Forschungen, Heft 1/2005,
auch online
Renate und Stefan Loose, "Malaysia, Brunei
und Singapore", Travel-Handbücher, Du Mont Reiseverlag, 704 Seiten,
ISBN 3-7701-6117-3 (sehr ausführlicher und aktueller Reiseführer)
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Weblinks
http://www.talkmalaysia.com/%FCber-malaysia.html
http://www.malaysia-forum.de
http://www.malaysiaforum.de |
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