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Übersichtskarte:
Kambodscha
"Die Landkarte wurde
freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der University of Texas at
Austin."
Wetter und Klima
Phnom Penh
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11 |
11 |
12 |
13 |
9 |
3 |
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: 2005.
Quelle:
Die
Angaben sind eine Zusammenfassung aus verschiedenen Internetseiten und Zeitschriften!
| Das Klima ist tropisch-monsunal mit einer
Regenzeit zwischen Mai und September. Der Südwest-Monsun bringt große
Niederschlagsmengen mit. Der Mekong schwillt dabei bis zum 25-fachen
seiner normalen Wassermenge an und überflutet die umliegenden Felder und
Gebiete. Mit diesem Hochwasser ändert der Tonle-Sap-Fluss seine Richtung
und füllt den Tonle-Sap-See auf, der auf das 3-fache seiner Größe
wachsen kann. In der Trockenzeit von November bis April bläst der Wind
aus Nord-Osten. Zu dieser Zeit regnet es meistens überhaupt nicht. Die
Temperaturen sind über das Jahr hinweg sehr stabil und liegen zwischen
30 bis 34 Grad Celsius. Allerdings schwankt die Luftfeuchtigkeit stark.
In der Regenzeit liegt sie bei über 90 %. In der Trockenzeit kann sie
unter 50 % sinken. |
Übersichtskarte:
Tempelanlage von Angkor !
Die Karte wurde freundlicherweise zur
Verfügung gestellt von "Les Edition du Mekong"!
Allgemeines über Kambodscha:
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: 2005!
| Amtssprache |
Khmer |
| Hauptstadt |
Phnom Penh |
| Staatsform |
konstitutionelle Monarchie |
| Staatsoberhaupt |
König Norodom Sihamoni |
| Premierminister |
Hun Sen |
| Fläche |
181.040 km² |
| Einwohnerzahl |
14.500.000 (2004) |
| Bevölkerungsdichte |
80 Einwohner pro km² |
| BIP/Einwohner |
306 US-$ (2004) |
| Unabhängigkeit |
von Frankreich am 9. November
1953 |
| Währung |
Riel (KHR), seit März 1980 |
| Zeitzone |
UTC +7h |
| Nationalhymne |
Nokoreach |
| Nationalfeiertag |
9. November |
| Kfz-Kennzeichen |
K |
| Internet-TLD |
.kh |
| Vorwahl |
+ 855 |
Geographie
Lage
Kambodscha liegt auf der Indochinesischen Halbinsel
zwischen Laos, das an die Nordostgrenze des Landes stößt, Thailand, das
nordwestlich und westlich angrenzt, und Vietnam, dessen Südteil sich östlich
anschließt. Im Südwesten stößt Kambodscha auf 160 km Länge an den Golf von
Thailand.
Landschaftsbild
Zwei Drittel der Fläche des Landes bestehen aus dem
Kambodschanischen Becken, das sich maximal 30 Meter über den
Meeresspiegel erhebt. In dieser Ebene liegt der Tonle Sap See, der durch den
Tonle Sap Fluss mit dem Mekong verbunden ist. Das Dangrekgebirge, das im
Norden an Thailand grenzt, erreicht 600 m Höhe. Die Berge im Nordosten des
Landes sind bis zu 1.200 m hoch. Entlang des Golfs von Thailand
verläuft das Kardamon-Gebirge, dessen Gipfel bis zu 1.813 m (Phnom Aural)
hoch sind.
Städte
Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005):
Phnom Penh 1.313.851 Einwohner, Sihanoukville 209.005 Einwohner, Battambang
176.089 Einwohner, Siem Reap 147.866 Einwohner, Sisophon 132.264 Einwohner
und Kratie 100.345 Einwohner. |
Bevölkerung
Ethnische Hauptgruppe sind die Khmer. Die größten
Minderheiten bilden mit jeweils etwa 500.000 Menschen die meist in den
Städten lebenden Chinesen, deren Anwesenheit in Kambodscha seit dem 13.
Jahrhundert belegt ist, und die Vietnamesen im Südosten des Landes. Eine
weitere Bevölkerungsgruppe sind die rund 200.000 schafiitischen Sunniten als
islamische Minderheit, die Cham und die Malaien. In den Bergregionen der
nordöstlichen Provinzen Ratanakiri und Mondulkiri leben eine
Reihe kleinerer ethnischer Gruppen, meist zusammenfassend Khmer Loeu
("Hochland-Khmer") genannt. Insgesamt gehören ihnen etwa 100.000 Menschen
an.
Die überwiegende Mehrheit der Kambodschaner, rund
95 %, sind Anhänger des seit dem späten 13. Jahrhundert, aus Sri Lanka
kommenden, in weiten Teilen Südostasiens Verbreitung findenden
Theravâda-Buddhismus.
Hauptsiedlungsgebiete sind die fruchtbaren
Schwemmlandflächen an den Ufern des Mekong, des Tonle Sap Sees und des
Binnengewässersystems zwischen dem Zusammenfluss von Mekong und
Tonle-Sap-Fluss und dem, heute in Vietnam gelegenen, Mekong-Deltas.
Mit über 2 % jährlich (Stand 2003) ist das
Bevölkerungswachstum heute eines der höchsten in der Region. |
Geschichte
Die sehr bewegte Geschichte Kambodschas umfasst
einen Zeitraum von annähernd 1.200 Jahren. Sie reicht über die kulturelle
und politische Blütezeit des Khmer-Reiches (9.
bis 15. Jahrhundert) mit Angkor als Zentrum, über die Kolonialherrschaft der
Franzosen (1863-1945) und das schreckliche Regime der Roten Khmer
(1975-1979) bis hin zur jetzigen, noch sehr jungen Demokratie. |
Politik
Kambodscha ist, gemäß der Verfassung vom 24.
September 1993, eine demokratische konstitutionelle Monarchie.
- Staatsoberhaupt ist (seit 14. Oktober 2004)
König Norodom Sihamoni.
Thronfolger müssen aus einer der drei royalistischen Adelsgeschlechter
stammen und mindestens 30 Jahre alt sein. Sie werden durch den königlichen
Thronrat, bestehend aus den Präsidenten der Nationalversammlung und des
Senats und deren Stellvertretern, dem Premierminister und den obersten
Mönchen der beiden größten Mönchsorden bestimmt. Regierungschef ist der,
nach Vorschlag der Nationalversammlung vom König ernannte, Premierminister
(seit 1986: Hun Sen).
- Die Gesetzgebung erfolgt in einem
Zwei-Kammern-System. Die Nationalversammlung (122 Abgeordnete) wird alle 5
Jahre vom Volk gewählt. Der gesetzgebende Senat besteht aus 61
Mitgliedern, von denen zwei der König und zwei weitere die
Nationalversammlung bestimmen. Alle weiteren sollen eigentlich alle sechs
Jahre vom Volk gewählt werden, was bisher jedoch noch nicht geschah.
Parteien: CPP ("Kambodschanische Volkspartei"), FUNCINPEC ("Nationale
Einheitsfront für ein unabhängiges, neutrales, friedliches und
kooperatives Kambodscha"), SRP ("Sam-Rainsy-Partei", ehemals KNP,
"Khmer-National-Partei"), KCP ("Kambodschanische Bürgerpartei"), BLP
("Buddhistische liberale Partei").
- Seit den ersten freien Wahlen regiert, teils in
Koalitionen, die CPP.
- Im Dezember 1997 wurde, gemäß der Verfassung,
der Hohe Rat der Richterschaft eingerichtet. Die Rechtsprechung erfolgt
durch ein Höchstgericht und die Nachgeordneten Gerichte.
- Das Rechtssystem basiert in erster Linie auf,
vom französischen Rechtssystem beeinflussten, Vorgaben aus der Zeit als
das Land unter der Verwaltung der "United Nations Transitional Authority
in Cambodia" (UNTAC) stand, königlichen Dekreten und Entscheidungen des
Höchstgerichts. Daneben finden sich Einflüsse des Gewohnheitsrechts, aus
der kommunistischen Rechtstheorie und zunehmend des Bürgerrechts.
Kambodscha ist Mitglied einer Reihe internationaler
Organisationen, insbesondere der Vereinten Nationen und der ASEAN. |
Verwaltungsgliederung
Kambodscha ist in 20 Provinzen (Khet) und
vier Städte (Krung) unterteilt. Die Provinzen setzen sich weiterhin
aus Bezirken (Srok) und Kommunen (Khum), die Städte aus
Stadtbezirken (Khan) und Stadtteilen (Sangkat) zusammen.
- Banteay Meancheay, Battambang, Kompong Cham,
Kompong Chhnang, Kompong Speu, Kompong Thom, Kampot, Kandal, Koh Kong,
Kratie, Mondul Kiri, Oddar Meancheay, Pursat, Preah Vihear, Prey Veng,
Ratanakkiri, Siem Reap, Stung Treng, Svay Rieng, Takeo
- Kep, Pailin, Phnom Penh, Sihanoukville
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Wirtschaft
Das Land ist wenig entwickelt, die Wirtschaft
deshalb im Wesentlichen agrarisch strukturiert. Mehr als 80 % der
Anbaufläche sind Reisfelder. Weitere Agrarprodukte: Mais, Kautschuk, Gemüse,
Zuckerpalmen, Tabak, Jute, Baumwolle und Kaffee.
Neben dem Reisanbau bildet der Fischfang (Tonle
Sap-See, Flüsse) eine wesentliche Ernährungsgrundlage (Proteinversorgung!)
der Bevölkerung. Der Tourismus hat sich in den letzten Jahren zu einer
wichtigen Einnahmequelle Kambodschas entwickelt. Im Jahre 2004 überschritt
die Zahl der Kambodscha-Besucher zum ersten Mal die Millionenmarke.
Wichtigste Reiseziele in Kambodscha sind das Weltkulturdenkmal Angkor, der
Küstenort Sihanoukville und die Hauptstadt Phnom Penh.
Gutachten internationaler Organisationen (Weltbank,
Asiatische Entwicklungsbank) sprechen davon, dass die Wirtschaft Kambodschas
von rd. 50 Familien kontrolliert werde. Weitverbreitete Korruption der
politischen und militärischen Elite des Landes werden für das "Verschwinden"
von ausländischen Geldern in einer Grössenordnung von jährlich ca. 300 Mio.
US-Dollar verantwortlich gemacht. |
Kultur
Der Nationalfeiertag am 9. November erinnert an die
Erlangung Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1953.
Kulinarisches
Grundnahrungsmittel sind gekochter Reis, Fisch und
Gemüse. Als kulinarische Spezialität gelten gebratene Schlangen (der
Pro-Kopf-Verbrauch an Fisch und Schlangenfleisch liegt bei etwa 50 kg pro
Person und Jahr). In den gefluteten Reisfeldern und Gewässern leben
besonders viele ungiftige Arten, die auf vielen Märkten gehandelt werden. |
Weblinks
Offizielle Website des Königreichs Kambodscha
(englisch)
Private Website des Königs von Kambodscha, Norodom
Sihanouk
Private Website mit
Informationen zur Sprache, Küche, Arbeitswelt, Kultur und Geographie von
Kambodscha (englisch)
The Killing Fields, 1984
- Film über einen Jounalisten in Kambodscha während der ethnischen Säuberung
durch das Pol Pot Regime (englisch)
Santepheap Ein
Kambodscha-Weblog
(englisch)
Petition gegen die
Zwangsdeportation von
tausenden Vietnamkriegs-Flüchtingen aus den USA nach Kambodscha (englisch)
Fotos aus Kambodscha
Viele Fotos aus Kambodscha
Deutsche Infos über den kambodschanischen Tempeltanz
Fotos von Phnom Penh, Tonle Sap, Angkor
Die Kambodscha Seite von Wikitravel
Ein kleiner Verein engagiert sich
Studenten aus Berlin verteilen Brillen in Kambodscha
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Literatur
Karl-Heinz Golcio: Geschichte Kambodschas - Das
Land der Khmer von Angkor bis zur Gegenwart, 2003
Jan Myrdal: Kunst und Imperialismus am Beispiel
Angkor, 1973
Patrik Razelenberg: Die Roten Khmer und der 3.
Indochina-Krieg, 1995
Beat Richner: Ein Schweizer Arzt in Kambodscha,
1996
Manfred Rohde: Abschied von den Killing Fields,
1999
William Shawcross: Schattenkrieg - Kissinger,
Nixon und die Zerstörung Kambodschas, 1980
Norodom Sihanouk: Kambodscha - Chronik des
Krieges und der Hoffnung, 1980
Michael Sontheimer: Kambodscha - Land der
sanften Mörder, 1990
Tiziano Terzani, Ariane Barth: Holocaust in
Kambodscha, 1980 |
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